ÜBER

theater.prekariat

Das von der Regisseurin Adelheid Schulz und der bildenden Künstlerin Viyki Turnbull gegründete Label theater.prekariat entwickelt theatrale Diskursproduktionen an der Schnittstelle zwischen Theater und bildender Kunst. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Erforschung des Koordinatensystems Stadt-Raum-Mensch.

Uns interessiert, inwiefern urbaner Raum Menschen beeinflusst bzw. inwiefern menschliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten den Raum formen und beeinflussen. Wir begreifen Raum nicht als etwas Statisches. Vielmehr wird Raum ständig neu ausgehandelt durch die Verhältnismäßigkeit der mit und in ihm agierenden Menschen.

theater.prekariat legt subjektive, im Raum-Objekt eingespeicherte Handlungen und Narrationen frei. Es greift Strategien der Raumaneignung und -verteilung auf und stellt diese in Frage. Aktionen, Erzählungen, Bilder, Objekte, Videos werden entlang der Bruchlinie von Dokumentation und Fiktion installiert und inszeniert.

Der Ansatz von theater.prekariat ist partizipativ. Das Prekäre unserer Praxis liegt im Risiko dessen, was passiert, wenn Künstler und Akteure unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Aufenthaltsstatus zusammenarbeiten.

Unsere Arbeit bringt bildende Kunst und Theater, traditionelle literarische und eigene Texte, klassische Handlungsdramaturgie und performative Praxis zusammen.

Adelheid Schulz, Regisseurin

Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, anschließend Schauspielstudium an der Reduta Theaterwerkstatt Berlin. Arbeiten als freie Schauspielerin in Berlin, Basel und Stuttgart. Seit 2000 eigene Inszenierungen u. a. in Basel, Stuttgart, Essen und Jena. Seit 2010 Mitglied im Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg. Konzeption und Inszenierung interdisziplinärer Arbeiten und Produktionen u. a. Kalkül.Hölderlin (Ludwigsburg/Basel 2010); Traumvogels Ende von Sudabeh Mohafez (Ludwigsburg 2012), affe|käfer|hund – Körpertexturen in Koproduktion mit UNO ART SPACE (Stuttgart 2014); Spuren, Spuren – Performance and agency work in Kooperation mit Württembergischer Kunstverein (Stuttgart 2015); Zappzarapp – from the heart to the sky in Kooperation mit Treffpunkt Rotebühlplatz (Stuttgart 2015).

Victoria Turnbull, bildende Künstlerin

Studium der Bildenden Kunst an der Norwich School of Art. Arbeiten als freie Künstlerin in London, Liverpool und Stuttgart. Anschließend artist in residence an der Whitechapel Gallery. Seit 2010 Arbeiten als Lektorin von Bildender Kunst und Kunstgeschichte in der National Gallery, Tate Gallery und am British Museum, London. Konzeption und interdisziplinäre Arbeiten u.a Religion and Place, (English Heritage 2007) Circus (landguard Fort 2011) Platzdeplay (PRJT 2014) Service (Creative Intelligence Agency 2014) Every Child Matters, im Auftrag von Whitechapel Gallery (2007), Are we nearly there yet, im Auftrag von Great Ormond Street Hosptial (2011), Performance in Fake Modern (Camden Arts Centre 2010) Peformance Tactile (Vortex, 2015), Bound Konfinium (WKV Stuttgart 2015), Thinking Though Drawing (Metropolitan Museum of Art, 2013).

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